Sonntag, 24. August 2008

Explosion in der Kanalisation nach Eisenbahnunfall

Auf dem Gelände eines Rangierbahnhofes prallten um 9.30 Uhr sieben Kesselwagen auf zwei stehende Kesselwagen. Dabei gab es bei einem Wagen ein Leck, aus dem ca. 25 000 Liter Benzin ausflossen und im umgebenden Erdreich versickerten. Das versickerte Benzin erreichte ziemlich rasch einen ca. 80 m entfernten Abwasserkanal und floss von hier in das städtische Kanalnetz. In einer Entfernung von ca. einem Kilometer wurden Kanalisationsarbeiten von einer Tiefbaufirma ausgeführt. Als die Mitarbeiter um 9.40 Uhr die Arbeit nach der Versperpause wieder aufnahmen, wurde das Benzin-Luft-Gemisch, das inzwischen auch den Baustellenbereich erreicht hatte, durch die brennende Zigarette eines Beschäftigten, der gerade in einen Schacht einsteigen wollte, gezündet und es gab eine gewaltige Explosion. Dabei wurde ein Bauarbeiter getötet und zwei weitere Personen schwer verletzt. Bei einer Straße wurde die Straßendecke auf eine Länge von 400 Metern über zwei Meter hoch angehoben. Weiter gab es 85 schwere Gebäudeschäden und elf Meldungen über die Beschädigung privater Kanäle. Die Meldung über den Unfall im Bereich des Rangierbahnhofes erreichte das städtische Tiefbauamt in dem Augenblick, als die Explosion erfolgte. Eine Warnung des Baustellenpersonals war nicht mehr möglich.

Autor: Dipl.-Ing. Volkmar Wilhelm / Tiefbau-BG, Vollmoellerstraße 11, D-70563 Stuttgart

Zur Verfügung gestellt von SANTEC® GmbH - Ingenieurbüro für Kanalsanierung, Kanaltechnik und Tiefbauplanung

Mittwoch, 20. August 2008

Feuer in Lackbetrieb: CO2-Wolke entweicht in Mönchengladbach

Nach dem Gas-Unfall in einem Mönchengladbacher Lackbetrieb ist die Zahl der Verletzten auf 107 gestiegen, drei von ihnen mussten wiederbelebt werden.

Gegen sechs Uhr morgens war das Feuer in dem Lackbetrieb im Stadtteil Güdderath ausgebrochen. Zwar hatte die Feuerwehr den Brand einer Holzpalette schnell unter Kontrolle, doch im Laufe der Löscharbeiten spitzte sich die Lage unerwartet zu: Kohlendioxid, das zum Löschen verwendet wurde, trat plötzlich unkontrolliert aus - "vermutlich durch einen technischen Defekt an einem Tor", erklärte der Sprecher der Mönchengladbacher Polizei, Jürgen Lützen WDR.de.

Ohnmächtige Feuerwehrleute

Die unsichtbare Gaswolke traf Mitarbeiter des Lackbetriebes, Rettungskräfte und Anwohner. Am Nachmittag war die Zahl der Verletzten auf 107 gestiegen, 19 von ihnen kamen ins Krankenhaus, drei mussten wiederbelebt werden. Kohlendioxid ist nicht giftig, das farb- und geruchlose Gas verdrängt aber Sauerstoff - Menschen und Tiere können daran ersticken.

So dicht war das Gas, dass die Motoren der ersten Feuerwehr-Fahrzeuge beim Einfahren in die Wolke wegen Sauerstoffmangels ausgingen. Drei Feuerwehrleute stiegen ahnungslos ohne Atemschutz aus - sie dachten zu dem Zeitpunkt noch an einen gewöhnlichen Brandeinsatz - und fielen sofort in Ohnmacht, berichtete Feuerwehrchef Jörg Lampe.

Rettungskräfte im Großeinsatz

Sobald die Dimension des Unfalls klar war, lösten die Behörden Großalarm aus. Rund 480 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rotem Kreuz, Johannitern und Maltesern waren nach kurzer Zeit am Einsatzort, der im Umkreis von zwei Kilometern gesperrt wurde. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, sich nicht im Freien aufzuhalten und höhere Stockwerke aufzusuchen, da das Gas am Boden bleibt.

Die Rettungskräfte evakuierten rund 50 Häuser, über 150 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Auf der A61 Koblenz - Mönchengladbach wurde die Ausfahrt Mönchengladbach-Güdderath in beiden Richtungen gesperrt. Betroffen war auch die Bahn: Die nahe der Unfallstelle verlaufende Regionalstrecke Köln - Mönchengladbach wurde für mehrere Stunden unterbrochen. "Weil das Gebiet nicht betreten werden durfte, konnten wir in dieser Zeit auch keinen Bus-Ersatzverkehr einrichten", sagte Bahnsprecher Torsten Nehring zu WDR.de.

Hilfe kam von oben

Erschwert wurde die Lage durch die Witterung. Da rund um den Betrieb fast Windstille herrschte, wurde das Gas kaum verdünnt. "Die Wolke steht", hieß es am Mittag. Hilfe kam von oben - in Form von zwei Hubschraubern, die über dem Gebiet kreisten und mit ihren Rotorblättern die Luft verwirbelten, um so die CO2-Wolke aufzulösen. Offenbar erfolgreich: Am Nachmittag meldete die Polizei Entwarnung, das Sperrgebiet konnte wieder betreten werden. Bis zum Abend durften auch die Anwohner zurück in ihre Wohnungen, nachdem die Rettungskräfte zuvor mit Gebläsen von Haus zu Haus gegangen waren und die Reste des Gases verwirbelt hatten.

Textquelle: wdr.de

Sonntag, 17. August 2008

Verpuffung bei Bauabnahmebesichtigung - Tod ohne Gaswarngerät

Ein fertiggestellter Regenauslasskanal wurde von zwei Mitarbeitern des städtischen Tiefbauamtes und zwei Mitarbeitern der ausführenden Baufirma einer Abnahmebesichtigung unterzogen. Dabei musste auch in ein Dükerschachtbauwerk eingestiegen werden. Nach dem Öffnen des Schachtdeckels stiegen die vier Personen ein. Nach kurzem Aufenthalt in dem Schacht gab es eine Verpuffung. Zwei Personen verließen fluchtartig den Schacht, zwei tauchten in das eingestaute Wasser. Durch die Verpuffung erlitten alle vier Personen schwere Brandverletzungen. Ein 62jähriger Mitarbeiter des Tiefbauamtes, der regelmäßig solche Abnahmebesichtungen durchführt, starb drei Wochen nach dem Unfall an Lungenversagen, das durch toxische Stoffwechselprodukte herbeigeführt worden war. Der zweite Tiefbauamtmitarbeiter, dessen Haut zu 60 % verbrannt war, schwebte tagelang zwischen Leben und Tod und hat noch nach Jahren Narben im Gesicht. Der Bauleiter der ausführenden Firma musste wie die übrigen Verletzten in Spezialkliniken wochenlang behandelt werden und trägt seitdem Spezialmanschetten an den Händen.

Wie konnte es zu diesem Unfall kommen? Bei der Unfalluntersuchung wurden erhebliche Mängel festgestellt. Hierzu gehörten insbesondere folgende Punkte: Das Schachtbauwerk, das sich in einer sandgefüllten Kugelstoß-Anlage befand, war mit einem gasdichten Schachtdeckel verschlossen. Kurz nach dem Öffnen des Schachtes erfolgte der Einstieg. Ein Gaswarngerät wurde auf dem Bauhof des Tiefbauamtes bereitgestellt, jedoch nicht abgeholt und zur Überprüfung der Atmosphäre eingesetzt. Der fertiggestellte Kanal wurde acht Wochen vor dem Unfall in Betrieb genommen. In dieser Zeit gab es ein starkes Regenereignis, bei dem erhebliche Mengen an Staub und Schmutz aus den Straßenrinnen in die Kanalisation gespült wurden. Am Tiefpunkt des Dükers gab es erhebliche Schlammablagerungen, aus denen sich erhebliche Mengen an Faulgas gebildet hatten. Da das zu besichtigende Schachtbauwerk vom Fluss her eingestaut und gasdicht abgedeckt war, sammelte sich das Faulgas oberhalb des Wasserspiegels in hoher Konzentration. Die explosionsfähige Atmosphäre wurde von der brennenden Zigarette des Bauleiters der ausführenden Firma gezündet. Weitere potenzielle Zündquellen waren die mitgeführte nicht explosionsgeschützte Lampe und ein Fotoapparat mit eingebautem Blitzlicht.

Autor: Dipl.-Ing. Volkmar Wilhelm / Tiefbau-BG, Vollmoellerstraße 11, D-70563 Stuttgart

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Samstag, 16. August 2008

Das weltweit erste Gasmessgerät mit Vollfarbanzeige - IBRID MX6



Machen Sie sich darauf gefasst, gefährliche Konzentrationen von Sauerstoff, toxischen und brennbaren Gasen und flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) mit ganz neuen Augen zu sehen.
Das MX6 iBrid™ ist mehr als nur ein intelligentes Hybridgerät aus den besten Elementen der Überwachungstechnik von Industrial Scientific. Es ist das erste Gasmessgerät mit LCD-Vollfarbanzeige. Das Display erhöht die Sicherheit durch klar ablesbare Werte bei allen Lichtverhältnissen – ob dämmrig oder strahlend hell und allen Abstufungen dazwischen. Ob es um Arbeit im Freien, in Gebäuden oder unter Tage geht - mit Leichtigkeit können Sie erkennen, ob gefährliche Gase in der unmittelbaren Arbeitsumgebung lauern.

Eine Farbanzeige bietet mehr als nur Auffälligkeit. Sie ermöglicht dem Benutzer, die Einstellungen und Funktionen des Gerätes über eine einfach zu bedienende Menüführung und die Navigationstaste aufzurufen. Diese unterstützt sogar eine integrierte grafische Darstellung, mit der Messwerte und aufgezeichnete Daten leichter interpretiert werden können. Darüber hinaus stellt das MX6 noch eine Steigerung der bekannt robusten Gerätebauweise von Industrial Scientific dar. Es gibt selbsverständlich auch auf das MX6 die ebenslange Garantie. Es ist vollständig kompatibel mit der DS2 Docking Station™ und iNet™.

Technische Daten:
- PID und Infrarot-Sensorenoptionen
- 25 Sensoren zur Wahl
- Überwacht bis zu 6 Gase gleichzeitig
- Versionen für Diffusionsmodus oder optionalen Pumpenbetrieb
- Vor Ort austauschbare “Plug-and-Play”-Sensoren
- Einfache benutzerfreundliche menügeführte Navigation
- Grafische LCD-Vollfarbanzeige ist unter verschiedensten Lichtverhältnissen gut sichtbar
- Navigationstaste
- Lautes Alarmsignal mit 95 dB
- Haltbarer und stoßfester Gussgummi
- Infrarot-Kommunikationsport

Das Datenblatt IBRID MX6 für mehr Informationen. Für ein entsprechendes Angebot stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Donnerstag, 14. August 2008

Erweiterung des Produktportfolios von Honeywell Analytics


Honeywell Analytics XD – tragbares Monogaswarngerät mit Datenspeicher und Honeywell Analytics MicroDock II – Test- und Justierstation

Honeywell Analytics XD ist ein tragbares Monogaswarngerät zum Personenschutz mit integriertem Datenspeicher, einsetzbar auch in Verbindung mit der Honeywell Analytics MicroDock II Test- und Justiereinheit, die zusätzlich den automatischen Datenaustausch ermöglicht. XD Monogaswarngeräte sind für die Detektion eines toxischen Gases, wie Schwefelwasserstoff, Schwefeldioxid, Blausäure, Kohlenmonoxid, Ammoniak, Chlor, Phosphin oder Sauerstoff verfügbar. XD Monogaswarngeräte zeichnen sich durch ein robustes, stoßfestes Gehäuse mit minimalen Abmessungen und geringem Gewicht, Schutzklasse IP66/67, EMV Resistenz und mfassender Anwenderfreundlichkeit aus. Die integrierte IR Schnittstelle ermöglicht den Datentransfer direkt zum PC oder zur MicroDock II Systemeinheit. Ein großes, hintergrundbeleuchtetes Display zeigt die Momentanwertkonzentration und weitere Zusatzinformationen auf Anforderung. Die Alarmierung des Anwenders mit 4 Alarmschwellen (A1, A2, Kurz- und Langzeitexposition) erfolgt durch einen starken, akustischen Dualtonalarm kombiniert mit LED Lichtbändern und zusätzlich über den Vibrationsalarm. Das Monogaswarngerät verfügt über multilinguale Anwenderinformationen und wird durch eine austauschbare 3V Lithium Batterie für 2 Jahre mit Energie versorgt. Bei Bedarf ist der Sensor ebenfalls ersetzbar.

Die Honeywell Analytics MicroDock II Test- und Justierstation beinhaltet fortschrittlichste Technologie in einem kompakten, robusten Polycarbonat Gehäuse mit geringen Abmessungen und minimalem Gewicht. Sie kombiniert Bedienerfreundlichkeit, Flexibilität und beinhaltet schon heute die Option
der Erweiterung auf zukünftige Produktgruppen. MicroDock II arbeitet wahlweise mit einem 6V Netzteil oder 4 x Type C Batterien. Ausstattungsmerkmale sind eine integrierte Elektropumpe mit bis zu 5 individuell konfigurierbaren Prüfgaseinlässen, multilinguale Anwenderinformationen und eine MMC Speicherkarte. Die Bedienung erfolgt intuitiv mit nur einem Tastendruck für Test, Justierung oder Datentransfer. Damit wird dem Kunden die Möglichkeit für ein universelles und wirtschaftliches
System zur Wartung und für das Datenmanagement über die integrierte FleetManager II Software gegeben. Die Software ermöglicht u.a. die automatische Erstellung von Berichten und die Verwaltung von Gerätekonfigurationen. Datensätze werden sowohl im Gaswarngerät als auch in der MicroDock II Einheit abgespeichert, deren Verbindung über eine USB Schnittstelle mit dem PC erfolgt.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Fraunhofer IFAM Dresden setzt auf ABGS GmbH

Der Institutsteil Dresden des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM Bremen entwickelt neue Sinter- und Verbundwerkstoffe sowie innovative pulvermetallurgische Technologien.
Für diesen Dresdner Institutsteil liefern wir eine umfangreiche Gaswarnanlage vom Typ WinPro, Fabrikat: Winter GmbH. Die vorhandenen Insellösungen vor Ort werden in einen zentralen, kompakten und erweiterbaren Schaltschrank integriert, welcher von der ABGS GmbH projektiert wurde. Über 10 Meßfühler sind für die Detektion von Methan und Wasserstoff in mehreren Messbereichen vorgesehen. Eine planerische und praktische Herausforderung, da bestehende Anlagenteile und Signalaufschaltungen integriert werden müssen. Es kommen als Alarmierung Sonder-Leuchttransparente der Fa. Höte GmbH zum Einsatz. Zusätzlich wird das Institut mit tragbarer Gaswarntechnik vom Typ: MX 2100 ausgestattet.

Mittwoch, 13. August 2008

Tödlicher Faulgasunfall bei Kanalumbauarbeiten

In einem großen städtischen Kanalsystem war vor einigen Jahren ein Regenüberlauf mit Überlaufleitung zum Fluss durch eine Abmauerung stillgelegt worden. Da der Regenüberlauf wieder in Betrieb genommen werden sollte, erhielt eine Baufirma den Auftrag, die Abmauerung zu entfernen. Die vier Beschäftigten begannen, die Ziegelsteine zu entfernen. Der Vorarbeiter überprüfte die Kanalatmosphäre mit einem Prüfröhrchen auf das Vorhandensein von Schwefelwasserstoff. Da das Prüfröhrchen keine Verfärbung zeigte, sahen die Beschäftigten keine Veranlassung zu besonderen Schutzmaßnahmen. Kurze Zeit später wurden die Arbeiten wegen der Vesperpause unterbrochen. Als die Arbeiter nach dieser Unterbrechung wieder den Kanal betraten, brachen drei nach wenigen Metern zusammen. Dem Vierten gelang es noch, dem Polier, der über Tage stand, etwas zuzurufen, bevor auch er zusammenbrach. Der Polier alarmierte die städtische Berufsfeuerwehr, als er die Sachlage überblickte. Der erste Feuerwehrmann stieg ohne Atemschutzgerät in den Schacht und brach ebenfalls zusammen. Erst die nächsten einsteigenden Feuerwehrleute waren mit Pressluftatemschutzgeräten ausgestattet. Diese bargen die vier Bauarbeiter und den Feuerwehrkollegen. Drei Bauarbeiter waren bereits tot. Der Vierte starb einen Tag später. Der Feuerwehrmann konnte gerettet werden.

Die Unfalluntersuchung brachte folgende Erkenntnisse: Der stillgelegte Kanalabschnitt wurde bei Hochwasser vom Fluss her eingestaut. Die organischen Stoffe, die im Flusswasser enthalten waren, lagerten sich insbesondere vor der Abmauerung ab. Beim anschließenden Abbau der organischen Stoffe bildete sich extrem viel Schwefelwasserstoff. Der von der Staatsanwaltschaft eingeschaltete Sachverständige ermittelte für den Unfallzeitpunkt eine Schwefelwasserstoffkonzentration von ca. 20 000 ppm (2 Vol.-%). Eine solch hohe Schwefelwasserstoffkonzentration war bis zu diesem Unfall noch nie in Kanalisationsanlagen festgestellt worden. Zu Beginn der Arbeiten wurde die Atmosphäre zwar mit einer Einmalmessung überprüft. Dieser Unfall zeigt jedoch, dass sich die Betriebsverhältnisse schnell verändern können. Als Konsequenz aus diesem Unfall resultiert die Forderung in den „Sicherheitsregeln für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen“ - GUV 17.6 nach kontinuierlicher Messung der Atmosphäre auf die Faulgaskomponente Schwefelwasserstoff, neben den schon zuvor geforderten Komponenten Sauerstoff und Methan.

Autor: Dipl.-Ing. Volkmar Wilhelm / Tiefbau-BG, Vollmoellerstraße 11, D-70563 Stuttgart

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Montag, 11. August 2008

CO- und NO2-Gaswarnanlage auf us-amerikanischen Truppenübungsplatz

Für mehrere Fahrzeugwartungshallen auf dem us-amerikanischen Truppenübungsplatz in Grafenwöhr/Bayern liefert und montiert die ABGS GmbH insgesamt vier Gas-Warnanlagen zur Überwachung von Kohlenmonoxid (CO) und Stickstoffdioxid (NO2). Eingesetzt wird hier Gaswarntechnik der Firma Winter GmbH, Typ: WinCom, in Verbindung mit Transmittern des Typs: TCO und TNO2. Ergänzend werden Alarmierungsmittel der Firma Höte GmbH und Werma eingesetzt. Durch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen im Objekt ist dieser Auftrag für die ABGS GmbH eine besondere Herausforderung und Referenz.

Donnerstag, 7. August 2008

Verletzte nach Gasunfall mit Schwefelwasserstoff

Beim Austritt von Schwefelwasserstoff in einer Entsorgungsfirma für Sondermüll in Freimann ist am 05.08.2008 ein Mitarbeiter lebensgefährlich verletzt worden.

Bis zum Abend schwebte der Mitarbeiter noch in Lebensgefahr. Das gefährliche Gas war nach Angaben der Feuerwehr aus einer Leitung ausgetreten, die entleert werden sollte.

Offenbar hatte sich das giftige Faulgas in der Leitung angesammelt. Als der Betriebsleiter ein Ventil öffnete, strömte das Gas in das unterirdische Pumpenhaus. Der Betriebsleiter konnte sich noch ein Stockwerk hochschleppen, brach dann aber bewusstlos zusammen. Kollegen fanden ihn und brachten ihn ins Freie.

Nach Angaben des behandelnden Toxikologen ist unklar, wie lange der Mann dem Gas ausgesetzt war und welche Schäden er davongetragen hat. Als die Retter den Betriebsleiter fanden, konnte er kaum noch atmen - Schwefelwasserstoff blockiert die Zellatmung. Die fünf Helfer sowie drei Polizeibeamte zogen sich bei der Rettung leichte Atemreizungen zu. Sechs Mitarbeiter der Feuerwehr und zwei Sanitäter wurden untersucht, hatten aber keine Beschwerden.

Textauszug: sueddeutsche.de

Mittwoch, 6. August 2008

Zweifarbiges Leuchttransparent - Zusammenarbeit mit der Höte GmbH


Zu einer Gaswarnanlage gehören im Regelfall akustische und optische Alarmierungsmittel. Wir arbeiten auf diesem Gebiet eng mit der Firma Höte GmbH zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit ist ein Projekt entstanden, welches von unseren Kunden bestens angenommen wird.

Das zweifarbig blinkende Leuchttransparent.

Das heißt, bei der Voralarmierung blinkt das Leuchttransparent gelb und bei der Hauptalarmierung rot. Auch andere Farbkombinationen sind möglich. Die entsprechende Elektronik sitzt in einem seperaten Gehäuse und kann optional mit einem Summer ausgerüstet werden. Es ist in zwei Spannungsvarianten lieferbar: 230V und 24V. Der Alarmierungshinweis kann als Text oder Piktogramm nach Ihren Vorgaben gestaltet werden. Variabel ist auch die Montage. Die Abhängung über die im Profil verschiebaren Aufhängeösen, Befestigung mit Saugnäpfen (z. B. an Scheiben oder Türen), Decken- und Wandbefestigung.

Schauen Sie sich das Datenblatt an und sprechen Sie uns an. Wir informieren Sie über die möglichen Varianten. Zusätzlich steht dieses Leuchttransparent auch als Alarmierungsmittel für die CO-Warnanlage in der Tiefgarage zur Verfügung. Hier steht dafür das Datenblatt zur Verfügung.

CO-Warnanlage im "Wilsdruffer Kubus" am Postplatz in Dresden

Die TLG IMMOBILIEN errichtet auf einem der exponiertesten Grundstücke in der City von Dresden ein Büro- und Geschäftshaus mit Tiefgarage. Das Vorhaben Postplatz 1 besteht aus zwei Baukörpern, dem sogenannten "Wilsdruffer Kubus" im westlichen Teil und dem "Riegel" Wilsdruffer Straße im östlichen Teil des Grundstücks. Unter beiden Baukörpern befindet sich eine gemeinsame, zweigeschossige Tiefgarage mit 225 Stellplätzen.
Die, gemäß entsprechenden Vorschriften notwendige, CO-Warnanlage wird von der ABGS GmbH geliefert, installiert und in Betrieb genommen. Eingesetzt wird Gaswarntechnik mit CAN-BUS-Technologie der Bieler + Lang GmbH und Alarmierungsmittel der Höte GmbH.

Lesen Sie mehr über unsere Referenzen.

Dienstag, 5. August 2008

Rückblick - Gasunfall: Ein Toter bei Explosion in Mönchengladbach

Rückblick:

Bei einer schweren Explosion in einem Mönchengladbacher Wohnhaus ist am 09.03.2008 ein Bewohner ums Leben gekommen. Es gab neun Verletzte. Der Tote galt zunächst stundenlang als vermisst und wurde erst abends in den Trümmern entdeckt und geborgen. Eine Staffel Rettungshunde hatte im Haus bei der Suche angeschlagen. Auch das Handy des Toten hatte in den Trümmern geklingelt. Zwei Verletzte wurden mit lebensgefährlichen Verbrennungen von Hubschraubern in Spezialkliniken geflogen. Dabei handelte es sich um einen 22-jährigen Mann und ein 17-jähriges Mädchen.

Nach der Explosion stürzte die Rückseite des dreistöckigen Hauses ein. Im Umkreis von 200 Metern zerbarsten an zahlreichen Häusern die Scheiben. Acht Nachbarhäuser wurden evakuiert. 100 Menschen mussten in Ersatzquartieren untergebracht werden.
"Aller Wahrscheinlichkeit nach" handelt es sich um eine Gasexplosion, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der örtliche Gasversorger stoppte die Zufuhr für das gesamte Wohngebiet. Am Unglückshaus wurde das Dach durch die Explosion abgedeckt und Teile der Inneneinrichtung auf die Straße geschleudert. Im Erdgeschoss des Hauses war eine Pizzeria untergebracht. Das Gebiet musste weiträumig abgesperrt werden. Das Haus muss vermutlich abgerissen werden, der Schaden dürfte bei mehreren hunderttausend Euro liegen. Das Technische Hilfswerk wurde zur Hilfe gerufen, um den Rest des Gebäudes abzustützen.

Montag, 4. August 2008

Rückblick - Ammoniak-Alarm im Kulmbacher Freibad

Rückblick:

Schock beim Baden: 2500 Freibadgäste in Kulmbach sind am 22. Juni wegen des Austritts von Ammoniak evakuiert worden. Rettungskräfte und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort, 55 Menschen mussten ins Krankenhaus. Zunächst war von mehreren Schwerverletzten und einer Explosion die Rede.

Die Opfer erlitten Atemreizungen, wurden aber nach Angaben der Behörden nicht schwer verletzt. Rettungskräfte und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Rettungsdienst sprach am späten Abend von 55 Verletzten. 25 von ihnen wurden vorsorglich zur Untersuchung in Kliniken gebracht, wie der Rettungsdienst-Koordinator Armin Schicker sagte. Unter den Opfern war auch ein Baby. Die Verletzten wurden mit einem Kortisonspray behandelt. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 15.50 Uhr. Eine Bademeisterin alarmierte die Rettungskräfte, als sie feststellte, dass aus einem Überdruckventil Ammoniakgas austrat.

Vor Ort waren nach Angaben des Rettungsdienstes 140 Helfer. „Es war alles unterwegs, was Räder hatte und laufen konnte“, sagte Polizeisprecher Michael Hübsch. Neben Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Technischen Hilfswerk waren auch zwei Rettungshubschrauber im Einsatz, die aus Nürnberg und Bayreuth gerufen wurden und Notärzte an Bord hatten. Die Ursache für den Gasaustritt war vermutlich ein technischer Defekt. Der stechende Geruch des Gases war deutlich bemerkbar, wie der Polizeisprecher betonte. Die Aufregung unter den Gästen sei darum groß gewesen. Viele hätten ihre Sachen zurückgelassen und seien in Richtung Notausgang gelaufen. Mehrere Personen mussten nach Informationen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) wegen der Hitze und der Aufregung mit Kreislaufproblemen behandelt worden.

Ammoniak (NH3) ist ein farbloses Gas. Wird es eingeatmet, kommt es zu Reizungen der Atemwege. Höhere Konzentrationen können zu Erstickungsanfällen, Verätzungen und Lungenödemen führen. Das Gas entsteht in der Natur in kleineren Mengen als Zersetzungsprodukt von organischen Stickstoffverbindungen. Technisch wird es meist gewonnen, indem Stickstoff und Wasserstoff unter hohem Druck und bei einer Temperatur von 600 Grad Celsius zu NH3 umgesetzt werden. Das Gas verflüssigt sich bei einem Druck von etwa acht bis neun bar bei 20 Grad Celsius.

Textquelle: welt online

Tödlicher Unfall an Schankanlage

Zwei Tote und einen Schwerverletzten forderte der unsachgemäße Umgang mit einer Kohlendioxid-Druckgasflasche an einer Getränkeschankanlage im Jahre 2006.

In einem drei mal drei Meter großen und ca. 1,60 m hohen Kellerraum lagerten unmittelbar unter dem Schankraum die Bierfässer und eine 10 kg Kohlendioxid -Druckgasflasche. In den Keller gelangte man über eine Falltür und sich anschließende Holzstiege. Zusätzlich existierte eine Luke neben der Außenwand des Schankraumes zum Einlagern der Bierfässer.

Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der Gastwirt in den Keller stieg, um eine Druckgasflasche nach oben zu holen. Dabei entwich das Gas unkontrolliert in den Keller. Das Ventil der Gasflasche war beim Eintreffen der Feuerwehr offen und leicht vereist.

Der Gastwirt hatte beim Aufenthalt im Keller, auf Grund der zu hohen Kohlendioxid-Konzentration und des damit fehlenden Atemsauerstoffs, das Bewusstsein verloren. Sein Fehlen wurde nach einiger Zeit durch mehrere Gäste bemerkt.

Trotz deutlichem Warnschild auf der geöffneten Falltür stiegen mehrfach Gäste über die Falltür und die Außenluke in den Keller ein. Ein Gast, der direkt im Keller helfen wollte und ein zweiter, der sich in die Öffnung des äußeren Kellerschachtes beugte, verloren ebenso das Bewusstsein und fielen neben beziehungsweise auf den Gastwirt. Erst jetzt riefen andere Gäste den Notarzt und die Feuerwehr.

Ausgerüstet mit außenluftunabhängiger Atemtechnik bargen drei Feuerwehrmänner nacheinander die Verletzten. Der Notarzt reanimierte alle drei. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb ein verunfallter Gast in direkter Folge des Unfalls. Der Gastwirt selbst erlag vier Tage später seinen Verletzungen. Der zweite verunfallte Gast lag mehrere Tage auf der Intensivstation und überlebte.

Die Schankanlage wurde durch Staatsanwaltschaft, Kriminalpolizei und Arbeitsschutzbehörde sofort außer Betrieb genommen und eine Prüfung durch einen Sachverständigen veranlasst. Diese ergab, dass die installierte Kohlendioxid-Gaswarnanlage defekt war. Der auf Grund eines früheren Hochwasserschadens stark korrodierte Gassensor im Keller funktionierte nicht mehr.

(Aus dem Jahresbericht der Gewerbeaufsicht des Freistaates Sachsen 2006)

Verfasser: Ralf Zimmermann, Dipl.-Ing. agr., Regierungspräsidium Dresden

Sonntag, 3. August 2008

Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden

Das IFW Dresden ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt moderne Werkstoffwissenschaft auf naturwissenschaftlicher Grundlage und spannt dabei einen Bogen vom Erkenntnisfortschritt auf den Gebieten Physik und Chemie bis zur technologischen Vorbereitung neuer Materialien und Produkte.
Wir betreuen in diesem Objekt eine Vielzahl von Gaswarnanlagen mit weit mehr als 100 Messstellen. Die Gaswarntechnik umfasst Anlagen von der CO-Warnanlage in der Tiefgarage bis zur Detektion von Spezialgasen im Reinraum. Die Wartung und Instandhaltung der verschiedene Fabrikate, wie Winter GmbH, Honeywell und MST Technologie GmbH, erfordern ein umfassendes Fachwissen mit entsprechender Qualifikation.
Unsere Ortskenntnis, Rufbereitschaft und kurzfristige Reaktion bei Havarien ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Betreuung dieses Objekts.